Europawahl: Webseiten der Spitzenkandidaten im DSGVO Check

Die Wahlen zum Europäischen Parlament stehen unmittelbar bevor und die Kandidaten werben um jede Stimme. Dabei ist Wahlkampf mittlerweile schon lange digital geworden. Die Webseite ist ein wichtiges Instrument der Abgeordneten, um Bürger und potentielle Wähler über sich und Parteiinhalte zu informieren.

Seit dem 25. Mai 2018 wird man auf Webseiten jeder Art vor allem über eins informiert: Cookies und die Verarbeitung personenbezogener Daten. Das machen die Webseitenbetreiber nicht zum Spaß, sondern weil es die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) explizit vorschreibt.

Ein Gesetz, an das sich auch Politiker, Mandatsträger und Kandidaten zu halten haben.
Unsere Untersuchung der Webseiten der deutschen EU Spitzenkandidaten ergab jedoch, dass diese bei weiten nicht DSGVO-konform sind.

Ergebnisse: Analyse der Webseiten der deutschen Spitzenkandidaten zur Europawahl

Mischa Rürup, CEO und Founder von Usercentrics kommentiert:

Aus Unternehmenssicht ist es völlig inakzeptabel, dass die Politiker, die für ein Gesetz verantwortlich sind, und deren Websites darunter fallen, es dann selbst nicht einhalten.

Die untersuchten Webseiten im Überblick:

Methode:
1. Untersuchung der Seiten deutscher Spitzenkandidaten für die Europawahl auf beispielsweise Cookie-Banner und Anzahl der Third-Party-Request mit Hilfe des Tools Webbkoll, welches den Besuch einer Seite mit einem Browser wie Chrome simuliert
2. Überprüfung der Ergebisse mit dem Tool disconnect.me

Berücksichtigt wurden alle sechs im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien. Der AfD Spitzenkandidat hat keine eigene Webseite, daher haben wir die Parteiwebseite untersucht.

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