Wie eine transparente Datenschutzstrategie den Umsatz steigern kann

Wie eine transparente Datenschutzstrategie den Umsatz steigern kann

Inhaltsverzeichnis

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Auf einen Blick

Den Zusammenhang zwischen Markenvertrauen und Umsatz
Den Mythos, dass Datenschutz ein Hindernis ist 
Wie Sie als Unternehmen das Vertrauen der Nutzer in Ihre Marke aufbauen  

Vertrauen aufzubauen braucht Zeit – das gilt ganz besonders für Unternehmen, die ihre Dienste oder Produkte im Netz anbieten. Digitale Plattformen, die sich in Sachen Datenschutz als Vorreiter profilieren möchten, haben ein gutes Stück Arbeit vor sich. Mit einer transparenten Datenschutzstrategie können sie allerdings ordentlich Pluspunkte bei Ihren Kunden sammeln. 

 

Diverse Studien zeigen einen entscheidenden Trend, den Unternehmen im Blick haben sollten: Verbraucher kaufen dort ein, wo sie darauf vertrauen können, dass ihre Daten in guten Händen sind. Kein Wunder, haben sie doch mittlerweile die Auswahl aus zahlreichen Websites, die das gleiche Produkt anbieten. Wie können Unternehmen also sicherstellen, dass die Kunden genau bei ihnen einkaufen?

 

Eines ist klar: Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Vertrauen in eine Marke und den Umsatzzahlen des zugehörigen Unternehmens. 

„Fast 90 % der Befragten würden lieber mit jemand anderem Geschäfte machen, wenn sie Bedenken hinsichtlich der Datenschutzpraktiken eines Unternehmens hätten.“ (Laut einer Studie von McKinsey) 

Ganze 71 % gaben an, dass sie überhaupt keine Geschäfte mehr mit einem Unternehmen machen würden, das sensible Daten ohne Erlaubnis weitergibt.

“Wenn sich die eigene Marketingstrategie auszahlen soll, müssen Unternehmen vorweisen können, dass sie Daten aus triftigem Grund sammeln – und sie müssen dies klarer und selektiver tun” erklärt Nerissa Marberry, Gründerin von One Epiphany, einem Unternehmen für digitales Marketing.

Privacy als Grundrecht

Bisher spielte das Thema Datenschutz in den meisten Unternehmen eher eine untergeordnete Rolle. Dass diese Zeiten nun schneller vorbei sind als gedacht, zeigt ein Blick auf die weltweite Datenschutzgesetzgebung: Egal ob CCPA in Kalifornien, die DSGVO in Europa, LGPD in Brasilien oder die OECD-Leitlinien zum Schutz der Privatsphäre und zum grenzüberschreitenden Austausch von personenbezogenen Daten – neue Datenschutzgesetze sprießen wie Pilze aus dem Boden. Und sie alle haben dasselbe Ziel, nämlich die Rechte der Verbraucher in puncto Privacy zu stärken.    

 

Kürzlich führte das Information Commissioner’s Office des Vereinigten Königreichs seine jährliche Tracking-Umfrage durch, um herauszufinden, wie Menschen in Großbritannien ihr Recht auf Information bewerten. Die Ergebnisse waren eindrucksvoll, wenngleich nicht wirklich überraschend: Das Thema Datenschutz fand sich ganz oben auf der Liste. Weitere Befragungen, die für die Studie durchgeführt wurden, zeigten, dass die direkte Erfahrung der Menschen damit, wie eine Organisation mit ihren persönlichen Daten umgeht – gut und schlecht, offen oder im geheimen – ihr Vertrauen in diese Organisation stark beeinflusst

Legen Sie bei der Definition nach Ihrer Datenschutzstrategie einen Zahn zu

Mit der Verschärfung der Datenschutzgesetze häufen sich auch vermehrt die Bußgelder. Kein Wunder, denn es steht viel auf dem Spiel: Nämlich Kunden aufgrund einer vagen und intransparenten Datenschutzstrategie für immer zu verlieren. Dies zu vermeiden und Datenschutz zur neuen Normalität zu machen, wird bei vielen Unternehmen in absehbarer Zeit ganz oben auf der ToDo-Liste stehen. Das Problem? Die sich ständig ändernden Datenschutzbestimmungen sind selbst für Fachleute schwer zu überblicken, was ihre Einhaltung zusätzlich erschwert.


“Bei den aktuellen Datenschutzbestimmungen in den USA, die sich derart schnell ändern, müssen Sie sicherstellen, dass das Tempo nicht so hoch ist, dass Sie nicht mehr mithalten können”, sagt Nishant Bhajria, Datenschutzarchitekt und Autor vonPrivacy Engineering. 

 

Wie schafft man es also mit den neuesten Änderungen Schritt zu halten? Welche Datenschutz-Tools können hierbei helfen? Vor allem auch in Hinblick auf die größte Hürden, nämlich Website-Nutzern weltweit umfassende Datenschutzoptionen zu bieten, obwohl vielleicht regional verschiedene Gesetzgebungen gelten? 

„Wenn die Leute verstehen würden, was genau die Vorschriften sind, könnten sie sich besser vorbereiten“, sagte die Anwältin Heidi Shadid bei Usercentrics‘ Tech That Talks. Genau dieses Problem kann eine Consent Management Platform (CMP) lösen.

Ist Datenschutz Hindernis oder Chance?

Eines liegt auf der Hand: Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Kundenbindung liegt im Kundenvertrauen. Wie man dieses aufbauen kann? Zum Beispiel durch transparentes Datenschutzmanagement. Wer die Karten auf den Tisch legt und Nutzer aktiv in den Entscheidungsprozess wie viele ihrer Daten sie teilen möchten, einbindet, gewinnt so das Vertrauen seiner Kunden. Letztlich werden die Unternehmen die Nase vorn haben, die den Anspruch der Nutzer auf digitale Privatsphäre nicht als Bedrohung des eigenen Geschäftsmodells sehen, sondern als Wettbewerbsvorteil, um die Möglichkeiten der Datenerfassung und des datengesteuerten Marketings auszubauen. 

 

Es gibt viele Tools, die Unternehmen bei ihrer Datenschutzstrategie unterstützen können, wie z. B. eine Consent Management Platform (CMP). Diese ermöglicht es, die Zustimmung ihrer Webseitenbesucher zu Verwendung persönlicher Daten zu sammeln, zu verwalten und zu speichern.

Wie bei jeder persönlichen Beziehung gilt auch hier: Wenn Menschen wissen, dass sie einer Website bzw. der Marke dahinter vertrauen können, werden sie eher bereit sein, länger auf der Website zu verweilen und persönliche Daten zu teilen.  

 


Wenn Menschen die Art und Weise, wie ihre Informationen weitergegeben werden, nicht gefällt, sinkt das Kaufinteresse. (Harvard Business Review Studie)

 

 

Je größer das Vertrauen in eine Marke, desto größer die Bereitschaft der Verbraucher persönliche Daten mit einem Unternehmen zu teilen. Nutzer, die beispielsweise Facebook vertrauten und Anzeigen sahen, die auf transparenten Werbemaßnahmen, die sich nachvollziehen konnten, basierten, zeigten größeres Interesse, das Produkt letztlich zu kaufen und mit dem Werbetreibenden in Kontakt zu treten.  

So bauen Sie das Vertrauen in Ihre Marke mit Hilfe einer CMP auf

  1. Seien Sie transparent
    Der beste Weg, Nutzer transparent zu informieren, ist eine klare, gründliche und ausführliche
  2. Seien Sie informiert
    Wissen Sie, welche Datenverarbeitungsdienste von Ihrer Website genutzt werden? Falls nicht, machen Sie sich unbedingt mit der Thematik vertraut. Tools, wie der kostenlose Usercentrics Website-Check, helfen Ihnen in Sekundenschnelle herauszufinden, welche Cookies/Tracking Technologien auf Ihrer Website im Einsatz sind. Im nächsten Schritt können Sie Ihre Nutzer darüber gezielt informieren.
  3. Einwilligung einholen
    Um DSGVO-konform zu sein, müssen Sie als Website-Anbieter Einwilligungen auf eine bestimmte Art und Weise einholen. Weitere Infos hierzu finden Sie auch in unserem Leitfaden  “7 Kriterien einer DSGVO-konformen Einwilligung”.
  4. Bieten Sie eine Möglichkeit zum Opt-out an
    „Nein“ zur Datenerfassung zu sagen, muss genauso einfach sein wie „Ja“ zu sagen. Das bedeutet, dass die Option abzulehnen nicht versteckt oder gar nicht auf Ihrer Website verfügbar sein darf.   
  5. Lassen Sie Nutzer ihre Meinung ändern
    Menschen können ihre Meinung ändern. Daher sollte eine gesetzeskonform konfigurierte Consent Management Platform (CMP) immer die Möglichkeit bieten, dass Nutzer ihre Einwilligungspräferenzen zu einem späteren Zeitpunkt ändern können.

 

Fazit

Vertrauen zwischen einem Unternehmen und einem Nutzer aufzubauen passiert nicht von heute auf morgen. Es ist vielmehr ein schleichender Prozess, bei dem transparentes Datenmanagement ein entscheidendes Puzzleteil zum Erfolg sein kann – und sich letztlich auch positiv auf die Umsatzzahlen auswirken wird.