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Google Consent Mode: Das Wichtigste für Sie zusammengefasst

Google Analytics, Google Tag Manager oder Google Ads nutzen und gleichzeitig möglichst DSGVO-konform sein? Geht nicht? Geht doch – und zwar mit dem „Google Consent Mode”.
von Usercentrics
19. Apr 2024
Google-certified consent management platform
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Was den Google Consent Mode für Marketer so interessant macht

Sie verwenden Google Analytics (GA4), den Google Tag Manager (GTM) oder Google Ads und fragen sich, ob Sie DSGVO-konform sind? Hier klären wir alle Fragen rund um den Consent Mode und seine erweiterten Funktionen.

 

Die Google Skripte werden im Normalfall direkt beim Aufrufen einer Webseite, auf der sie installiert sind, mitgeladen. Der Google Consent Mode ermöglicht es Webseitenbetreibern, das Verhalten ihrer Google Tags und Skripte basierend auf dem Einwilligungsstatus ihrer Nutzer anzupassen. Im „Basic Consent Mode” werden Tags vor einer Einwilligung gar nicht geladen. Sie warten erst auf ein Signal z. B. von einer Consent Management Platform, ob sie Daten sammeln dürfen oder nicht. Im „Advanced Consent Mode” wird das Google Tag auf Webseiten geladen, bevor der Einwilligungsdialog erscheint, sodass das Tag-Verhalten dynamisch angepasst wird, je nachdem, welche Cookie-Einwilligung bzw. Privatsphäre-Einstellungen der Nutzer gewählt hat. Analytics Tools werden nur dann für speziell festgelegte Zwecke eingesetzt, wenn der Nutzer seine Einwilligung dafür gegeben hat. Was eigentlich wie ein Bruch der gültigen Rechtsnormen wirkt, hat in Wahrheit einen nützlichen und legalen Zweck.

 

Der Einwilligungsstatus des Nutzers wird von der Consent Management Platform (CMP) erfasst und dann von der Consent Mode API zur weiteren Verarbeitung an Google übermittelt. Es werden keine personenbezogenen Daten von Google gespeichert, sondern nur ein sogenannter „Cookieless Ping”, der je nach Tool verschiedene Informationen anonymisiert sendet. Informationen über die Einwilligungsentscheidungen der einzelnen Websitebesucher, z. B. die Erlaubnis zur Nutzung bestimmter Marketing-Tools werden dann nach einer entsprechenden Entscheidung der Nutzer an Google gesendet. Die Datenschutzeinstellungen der Nutzer werden bei jedem Schritt beibehalten.

DSGVO-Konformität zu gewährleisten ist kein Wettbewerbsvorteil, sondern eher eine Notwendigkeit zum Schutz von Benutzerdaten. E Die Medienberichterstattung fokussiert sich daher eher darauf, welche Folgen bei einer Nichteinhaltung gesetzlicher Auflagen wie der DSGVO im Netz zu erwarten sind. Allerdings führt DSGVO-Konformität, gerade bei Google, nicht immer zum gleichen Ergebnis. Je nach Einpflege der Google Tags ergibt sich ein Spielraum. Datenschutzkonformität kann zu einem Wettbewerbsvorteil führen. Daher wollen wir uns darauf konzentrieren, Ihnen zu erklären, wie Sie sich die Einschränkungen am Besten zu Nutze machen können.

 

Der Google Consent Mode ermöglicht mithilfe seiner Einbindung in die Enicht nur datengesteuertes Marketing, sondern auch eine zukunftssichere und rechtssichere Lösung. Er verschafft Ihnen Vorteile gegenüber Konkurrenten, die ganz auf DSGVO-konformes Tracking verzichten, aber sogar darüber hinaus gegenüber denen, die das System Google Consent Mode nicht gänzlich richtig verstanden haben.

 

Das Wichtigste ist, dass Sie weiterhin maximal viele Daten über Ihre Nutzer sammeln können, um bessere Marketingentscheidungen treffen zu können und Ihre Werbeeinnahmen zu sichern. Gleichzeitig müssen Sie aber auch Datenschutzgesetze einhalten und sich auch an deren teils unüberschaubare und schnelle Entwicklung anpassen können.

 

Der Google Consent Mode ermöglicht es Ihnen, 70% mehr Daten für Ihre Werbemaßnahmen zurückzugewinnen, die Sie eigentlich über „klassische” Einwilligungsprüfungen verlieren würden. Es können also Einblicke in das Nutzerverhalten und die Conversions auf Ihrer Seite erfasst werden, ohne dass der Nutzer seine Einwilligung gegeben hat. Dadurch sehen Sie deutlich akkuratere Ergebnisse in Ihrem Google Ads Konto oder Ihrer Analytics Property. Die Opt-In Rate und auch alle anderen KPIs können dadurch viel besser optimiert werden.

 

Dies scheint ein Bruch von Nutzervertrauen zu sein, weil persönliche Daten verwendet werden. Vertrauen zu Nutzern aufzubauen und zu erhalten, wird immer wichtiger für den Erfolg von Unternehmen. Dieses Vertrauen wird über Transparenz aufgebaut, für welche Zwecke Nutzerdaten verwendet werden sollen und gleichzeitig welche Daten auf welche Weise gesammelt werden. Wenn der Google Consent Mode richtig verwendet wird, kann die Datenqualität verbessert werden, während die Nutzerdaten bestmöglich geschützt sind.

 

Der Google Tag Consent Mode hilft Website-Betreibern ihre Datenstrategie neu aufzustellen: weg von der massenhaften Erfassung von persönlichen Nutzerdaten hin zu einem dynamischen, einwilligungsbasierten System. Der Clou: Das Geschäftsmodell bleibt intakt, während gleichzeitig die Privatsphäre der Nutzer respektiert wird.

Die Implementierung des Google Consent Mode mithilfe der Usercentrics CMP ist ganz einfach umzusetzen. Hier können Sie sich detailliert über die Implementierung informieren. Bestandskunden und solche mit benutzerdefinierten Datenverarbeitungsdiensten sollten allerdings folgende Zusatzinformationen beachten:

  • ✔ Passen Sie den bestehenden Google Tag Manager-Code an, indem Sie ein paar Zeilen Code oberhalb Ihres Google Tag Manager-Tags hinzufügen.
  • ✔ Wenn Sie bereits Kunde sind, stellen Sie sicher, dass die Option „Google Consent Mode“ im Admin Interface der Usercentrics CMP aktiviert ist.
  • ✔ Für Neukunden ist der Google Consent Mode standardmäßig aktiviert.
  • ✔ Wenn Sie kundenspezifische Datenverarbeitungsdienste (Customer Data Processing Services) im Einsatz haben, verwenden Sie die Usercentrics CMP-Events, um den Einwilligungsstatus über die Consent Mode API zu signalisieren.

Wir haben eine praktische neue Funktion entwickelt, um den Prozess der Aktivierung des Google Consent Mode in der Usercentrics CMP v2 zu automatisieren. Sie können ihn in zwei einfachen Schritten aktivieren.

Die vollständige Dokumentation zur Implementierung der Google Consent Mode-Funktion finden Sie in diesem Dokument.

Die folgenden Google-Dienste unterstützen derzeit den Google Consent Mode:

  • Google Analytics
  • Google Ads (Google Ads Conversion-Tracking und Remarketing)
  • Floodlight
  • Conversion-Verknüpfung (Conversion Linker)

Die Usercentrics CMP unterstützt den Google Consent Mode und damit auch dessen Verbindung zu den aufgelisteten Diensten.

Der Google Consent Mode ist keine eigene Consent Management Platform (CMP), sondern ergänzt nur deren Funktionalität.

 

Die Einholung der Einwilligung für die Verwendung der Google Technologien liegt in der Verantwortung der Website-Betreibern. Die Verwendung des Google Consent Mode setzt voraus, dass alle Websites eine voll funktionsfähige CMP-Software implementiert haben, um sicherzustellen, dass die Einwilligung der Nutzer auf granularer Ebene für jede Technologie erfasst wird. Die Google Analytics Einwilligung muss also über die CMP eingeholt werden. Wie diese Einwilligung verarbeitet wird, wird dann vom Google Consent Mode geregelt.

 

Durch die Verknüpfung der Consent Mode API mit der Usercentrics Consent Management Platform (CMP) können Advertiser anzeigen, ob der Nutzer seine Einwilligung zur Cookie-Nutzung für Anzeigen und/oder personalisierte Werbung gegeben hat. Die unterstützten Google-Tags respektieren dieses Signal und passen ihr Verhalten entsprechend an, indem die Verwendung von Cookies nur dann erfolgt, wenn die Einwilligung für die spezifischen Zwecke erteilt wurde. Der Google Consent Mode wird folglich über die CMP aktiviert.

 

Webseitenbetreiber können den Advanced Google Consent Mode anstelle eines vorherigen Blockierens der Google-Tags verwenden. Dies hat den Vorteil, dass die Tags nicht komplett geblockt werden, wenn die Einwilligung nicht erteilt wurde. Stattdessen nutzt Google im Advanced Consent Mode ein Signal, um das Tag-Verhalten basierend auf den Einwilligungspräferenzen des Nutzers in der Usercentrics CMP anzupassen. Auf diese Weise können auch anonymisierte Daten gesammelt werden, die nicht unter die DSGVO fallen, für die aber das Laden des Google Tags notwendig ist. Beim Basic Consent Mode werden Daten nur nach vollständiger Einwilligung übermittelt.

 

Entscheidet sich der Nutzer beispielsweise dafür, den Einsatz bestimmter Marketing-Technologien abzulehnen, reagiert der Google Consent Mode auf Basis dieses Einwilligungsstatus und zeigt nur noch rein kontextbezogene Werbung auf der Website an, ohne personenbezogene Daten zu verwenden.

Warum benötigen Website-Betreiber überhaupt die Einwilligung, um personenbezogene Daten zu verarbeiten?

Website-Betreiber, die Cookies oder andere Tracking-Technologien für Marketingzwecke auf ihrer Website verwenden möchten, um personenbezogene Daten von Website-Besuchern aus der EU zu verarbeiten, benötigen hierfür laut Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) die Einwilligung ihrer Nutzer.

 

Wie genau diese Einwilligung aussehen muss, erfahren Sie in unserem Artikel „7 Kriterien einer DSGVO-konformen Einwilligung”. Dieser Artikel enthält auch Tipps zur konkreten Umsetzung, um DSGVO-Konformität zu erreichen.

 

Online-Konsumenten werden sich immer bewusster, dass ihre Daten im Netz erfasst werden. Selbst wenn die Daten datenschutzkonform und rechtlich sauber verarbeitet werden, sollte die Kommunikation darüber, wann welche Daten gesammelt oder verwendet werden, immer transparent kommuniziert werden. Nur so kann das Vertrauen der Nutzer aufgebaut und vor allem auch gehalten werden.

 

Mit dem proaktiven Einsatz eines Systems, das auf Einwilligung basiert, haben Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Eine Consent Management Platform, die sich dem Google Consent Mode bedient, erfüllt diese Bedingung. Denn sie können ihre Marketingstrategie aufgrund von intelligenten, datengesteuerten Entscheidungen weiterentwickeln, anstatt sich in dem Versuch zu verzetteln, das Thema Compliance zu umgehen und Abmahnungen zu riskieren.

GUT ZU WISSEN

Der Google Consent Mode wurde speziell für Website-Betreiber entwickelt, die die Nutzereinwilligung NICHT im Rahmen des IAB Transparency and Consent Framework (TCF) mit ihrer Consent Management Platform (CMP) einholen.
Bei Unternehmen, die das
TCF 2.0 aktiv nutzen, respektieren und lesen die Google Tools weiterhin den IAB TC String aus.

Erteilt ein Nutzer keine Einwilligung zum Tracking über Google Analytics 4, werden laut Google alle Daten anonymisiert. Das bedeutet, die Daten werden ohne Zuordnung zu einer Client-ID und nur auf aggregierter Ebene erfasst. Die Zahlen, die aus einer Sitzung auf einer Webseite hervorgehen, sind somit nicht mehr einer Person zuzuordnen. Es handelt sich also theoretisch nicht mehr um personenbezogene Daten, die unter der DSGVO geschützt werden müssen.

 

Genauso verhält es sich mit Werbe-Cookies. Wenn im Consent Mode Google Ads Daten anonymisiert werden, dann sind auch diese nicht mehr personenbezogen. Die Theorie der „Datenrettung” über den Consent Mode liegt folglich darin, dass Google die Daten von Ihrer Personenzuordnung lösen kann und sie somit auch dem rechtlichen Schutz entzieht.

Ob der Einsatz dieser Technologien allerdings wirklich ohne Nutzereinwilligung erfolgen sollte, darüber sind Juristen geteilter Meinung.

 

Laut der Orientierungshilfe für Anbieter von Telemedien, der DSK, kann Reichweitenmessung durchaus ein berechtigtes Interesse des Websitebetreibers darstellen. Hier gilt allerdings immer das Gebot der Interessenabwägung (Websitebetreiber vs. Websitenutzer). Wenn beispielsweise keine personenbezogenen Daten an Dritte, wie z. B. Google, insbesondere nicht zur Verwendung für eigene Zwecke, weitergegeben werden, könnte berechtigtes Interesse vorliegen.

 

Da bei den meisten Interaktionen mit Websitebesuchern allerdings die IP-Adresse übermittelt wird, die laut BGH unter personenbezogene Daten fällt, ist eine vollkommen anonyme Interaktion im Regelfall nicht möglich.

 

⇨ Um völlig auf die Nutzereinwilligung verzichten zu können, muss ein Websitebetreiber also technisch sicherstellen, dass eine anonyme Interaktion möglich ist.

Warum sich eine explizite Nutzereinwilligung positiv auf die Beziehung von Datenschutz und Marketing auswirkt

Advertiser können mit dieser Funktion von Google also weiterhin Conversions messen und mittels Google Analytics wichtige Analyseeinblicke erhalten. Die Verarbeitung durch Google Analytics kann dazu DSGVO-konform sein, wenn dies auf Basis der Nutzereinwilligung geschieht. Mit dem Google Consent Mode schlägt Google also eine Brücke zwischen dem Schutz der Datenhoheit der Nutzer im Internet und den Interessen der Werbewirtschaft.

 

Datengetriebene Geschäftsmodelle können so auch in Zukunft noch funktionieren – und zwar nicht auf Kosten der Privatsphäre der Nutzer, sondern mit deren ausdrücklicher Einwilligung.

 

Der einfachste Weg, eine granulare, DSGVO-konforme Nutzereinwilligung für den Einsatz von Cookies und andere Tracking-Technologien einzuholen, ist eine Consent Management Platform – kurz CMP. Mit einem Cookie Banner (auch Consent Banner genannt) zur Einwilligung wird dem Nutzer hier die Möglichkeit gegeben, seine Präferenzen in Bezug auf die Privatsphäre wie Anbieter, Zweck, Dauer und mehr detailliert festzulegen und so dem Einsatz bestimmter Technologien per Opt-in zuzustimmen.

 

Durch die vollständige Anpassbarkeit der Usercentrics CMP kann zudem das Cookie Banner zur Einwilligung kontinuierlich optimiert werden, um die Opt-in Rate zu steigern. Gleichzeitig wird das Vertrauen der Nutzer aufgrund der transparenten Datenschutzstrategie gesteigert.

 

Je höher die Opt-in Rate, desto mehr Daten stehen für Marketingzwecke zur Verfügung – was sich wiederum positiv auf Ihre Werbeeinnahmen auswirkt. Werbestrategien und Werbemaßnahmen können viel besser ausgewertet und damit auch optimiert werden.

 

In einer Zeit, in der durch die neuen Regelungen „wahre” Daten immer schwerer zu erfassen sind, bietet das Zusammenspiel aus einer Consent Management Platform und dem Google Consent Mode einen wirklichen Wettbewerbsvorteil. Es muss allerdings darauf geachtet werden, dass dieses Zusammenspiel richtig umgesetzt wird, denn nur dadurch wird das Tracking auch datenschutzkonform.

Google Consent Mode

Google Consent Mode

Mit dem Consent Mode hat Google eine Lösung für Advertiser bereitgestellt, um das Verhalten von Google-Tags auf ihrer Website basierend auf dem Einwilligungsstatus der Nutzer anzupassen.

 

Usercentrics ermöglicht eine schnelle und einfache Umsetzung dieser Technologie. Durch die Kopplung der Consent Mode API mit der Usercentrics Consent Management Platform (CMP) und dem damit eingebundenen Consent Banner, können Advertiser schnell und effizient erfassen, ob ein Nutzer sein Einverständnis für eine bestimmte Google Technologie geben möchte. Die unterstützten Google-Tags erkennen die Informationen zum Einwilligungsstatus. Sie respektieren dieses Signal und passen ihr Verhalten entsprechend an, indem sie Cookies nur dann verwenden, wenn die Einwilligung für diese spezifischen Zwecke erteilt wurde.

 

Die Implementierung des Google Consent Mode mit der CMP-Lösung von Usercentrics erfolgt in einem einzigen Schritt und ist dabei, wie schon erwähnt, denkbar einfach.

 

⇨ Mit der Kombination aus der Usercentrics CMP und dem Google Consent Mode sind sie allen rechtlichen und technologischen Anforderungen immer einen Schritt voraus – und können sich so ganz entspannt auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren.

Alle aktuellen Infos zum Google Consent Mode finden Sie hier in der Google Analytics-Hilfe.

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