Wissenswertes über die neuen Einwilligungsanforderungen von Google für die Schweiz
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Wissenswertes über die neuen Einwilligungsanforderungen von Google für die Schweiz

Mit Wirkung ab dem 31. Juli 2024 hat Google seine Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung auf Nutzer in der Schweiz ausgedehnt. Doch was bedeutet dies für Unternehmen? Und welche Compliance-Schritte müssen unternommen werden?
von Usercentrics
26. Jun 2024
Wissenswertes über die neuen Einwilligungsanforderungen von Google für die Schweiz
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Google hat eine erhebliche Ausweitung seiner Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung ab 31. Juli 2024 angekündigt. Demnach werden auch Websites und Apps mit Datenverkehr/Nutzern in der Schweiz betroffen sein. Diese Neuerung hat bedeutende Auswirkungen für Publisher und Advertiser, die im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), im Vereinigten Königreich und nun auch in der Schweiz tätig sind.

 

Dieser Artikel befasst sich mit den Details dieser Ausweitung des Geltungsbereichs, ihren Auswirkungen auf Unternehmen und den Compliance-Anforderungen.

Google-Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung: Nächster Halt, die Schweiz!

Die Ausweitung der Google-Richtlinie zur EU-Einwilligung stellt eine umfassendere Anwendung der Einwilligungsanforderungen dar, um die Daten der Nutzer zu schützen. Dafür sind bestimmte Angaben und Einwilligungen der Endnutzer im EWR, im Vereinigten Königreich und in der Schweiz erforderlich. Dies gilt für Websites und Apps, die Google-Produkte und -Services nutzen, beispielsweise AdSense oder Google Analytics. Dabei geht es um die Verantwortlichkeiten von Publishern und Advertisern in Bezug auf Nutzereinwilligungen für Folgendes:

  • Nutzung von Cookies, Online-Tracking-Technologien und lokalem Speicher: Sofern dies gesetzlich vorgeschrieben ist, muss die Nutzereinwilligung eingeholt werden, bevor auf den Nutzergeräten Cookies und/oder andere Tracking-Technologien gesetzt bzw. sonstige lokale Speichermethoden angewendet werden.
  • Datenerfassung und Anzeigenpersonalisierung: Die Nutzereinwilligung ist erforderlich, um personenbezogene Daten für die Personalisierung digitaler Werbung zu erfassen, weiterzugeben und zu nutzen.

Die Nichteinhaltung dieser Richtlinie kann dazu führen, dass die Nutzung von Google-Produkten eingeschränkt oder ausgesetzt wird oder dass der Vertrag sogar gekündigt wird.

 

Google-Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung – welche Änderungen gab es und was bedeuten diese für Advertiser? (Video mit Erklärungen in englischer Sprache anschauen)

 

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Anforderungen der Google-Richtlinie für Publisher und Advertiser

Publisher und Advertiser, die Marketingmaßnahmen für Zielgruppen im EWR, im Vereinigten Königreich und nun auch in der Schweiz durchführen und dabei Google-Produkte nutzen, unterliegen jetzt besonderen Verpflichtungen zur Gewährleistung von Datenschutzkonformität:

Einholung einer gültigen Nutzereinwilligung

 

Publisher und Advertiser sind verpflichtet, rechtlich wirksame Nutzereinwilligungen für die Nutzung von Cookies oder lokalem Speicher einzuholen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben ist, sowie für die Erfassung, Weitergabe und Nutzung personenbezogener Daten zur Anzeigenpersonalisierung.

Transparenz und Kontrolle für Nutzer

 

Neben der Aufforderung zur Einwilligung sollten klare Anweisungen gegeben werden, wie die Nutzer ihre Einwilligung widerrufen können. Außerdem müssen erteilte Einwilligungen dokumentiert und gepflegt werden, um die Einhaltung der Richtlinie nachzuweisen.

Angabe der Partner, an die Daten weitergegeben werden

 

Publisher und Advertiser müssen transparent darlegen, welche Dritten aufgrund ihrer Nutzung von Google-Produkten Nutzerdaten erfassen, erhalten oder nutzen dürfen. Dazu gehört unter anderem, dass den Nutzern leicht zugängliche Informationen darüber verfügbar gemacht werden, wie diese Dritten die Daten nutzen.

Neue Szenarien

 

In der Richtlinie geht es auch um Szenarien, bei denen Nutzerdaten, die aus einer externen Quelle stammen (Website oder App, die der Publisher oder Advertiser nicht kontrolliert), an Google weitergegeben werden, weil Google-Produkte genutzt werden. In diesen Fällen sind Publisher und Advertiser verpflichtet, geschäftlich angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass der Betreiber dieser externen Quelle die Pflichten im Zusammenhang mit der Nutzereinwilligung aus der Richtlinie erfüllt.

Der einfachste Weg, die neuen CMP-Anforderungen von Google in der Schweiz zu erfüllen

Implementieren Sie die Usercentrics CMP, um noch vor dem 31. Juli 2024 die Richtlinie einzuhalten

Google-Anforderungen für Publisher-Marketing für die Schweiz

Seit dem letzten Jahr verlangt Google, dass Publisher-Partner für das Schalten von Anzeigen an Nutzer in der EU/im EWR und im Vereinigten Königreich eine von Google zertifizierte Consent Management Platform (CMP) nutzen müssen, wie die Usercentrics CMP, die in das Transparency and Consent Framework (TCF) der IAB Europe integriert ist. Ab dem 31. Juli müssen Schweizer Publisher, die Monetarisierungsprodukte von Google verwenden, welche sich an den Datenverkehr in der Schweiz richten, Folgendes erfüllen:

  • Implementierung einer von Google zertifizierten CMP
  • Einhaltung der Google-Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung
  • Integration in das TCF bei Schweizer Datenverkehr

Die Anweisung von Google für Schweizer Publisher zur Anwendung einer CMP aus seinem Partnerprogramm stellt einen beträchtlichen Wandel der Schweizer Vorgehensweisen im digitalen Bereich dar. Diese Entscheidung, die hauptsächlich dafür sorgen soll, dass TCF auch für Schweizer Datenverkehr angewendet werden soll, spiegelt den proaktiven Ansatz von Google wider, sich an die dynamische Gesetzgebung anzupassen, und zwar an das Schweizer Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG), welches 2023 in Kraft trat.

 

Auch wenn die DSGVO nicht direkt in der Schweiz Anwendung findet, so scheint die TCF-Umsetzung durch Google in der Schweiz eine Bestätigung zu sein, das DSG mit der DSGVO in Einklang zu bringen.

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DSG-Checkliste: Ihr Compliance-Toolkit

Erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) einzuhalten.

Google-Anforderungen für Advertiser, die Zielgruppen in der Schweiz ansprechen

Unternehmen, die Adtech-Produkte von Google nutzen, müssen von Schweizer Nutzern eine Einwilligung einholen, sofern gesetzlich vorgeschrieben. Noch müssen Advertiser kein verifiziertes Einwilligungssignal für Schweizer Datenverkehr über Google Consent Mode V2 senden – eine Anforderung, die für EU-/EWR-Zielgruppen gilt – aber auch dies kann sich zukünftig ändern.

 

In unserem Video mit Erklärungen in englischer Sprache erfahren Sie mehr über den Google Consent Mode:

 

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Auch wenn der Consent Mode noch nicht vorgeschrieben ist, gilt Folgendes: wenn Sie mithilfe von Google-Produkten Werbung schalten, so ist der effizienteste Weg, Nutzereinwilligungen datenschutzkonform zu erfassen und zu verwalten, die Implementierung einer Consent Management Platform (CMP) wie die Usercentrics CMPs für Websites und mobile Apps.

 

Die Usercentrics CMPs sind von Google zertifiziert und unterstützen das Transparency and Consent Framework (TCF) sowie Google Consent Mode V2.

 

Auch wenn bis jetzt die Aktivierung des Consent Mode noch nicht erforderlich ist, wird dieser standardmäßig in den Tools aktiviert. Somit sind Sie bereits einen Schritt voraus, sollten die Anforderungen in der Schweiz mit denen im restlichen Europa in Einklang gebracht werden. Darüber hinaus können Sie durch die Implementierung des Consent Mode V2 vom Analytics-Tool und von der Conversion-Modellierung profitieren und den Verlust von Marketingdaten wegen der Ablehnung von Consent-Bannern verhindern.

Update der Google-Richtlinie: Auswirkung auf Marketingstrategien

Die aktualisierte Google-Richtlinie fordert Marketers auf, den Fokus auf die Einholung einer gültigen Nutzereinwilligung für die Datenerfassung und Personalisierung von Anzeigen zu legen. Dies schafft Vertrauen und zeigt den Respekt vor der Privatsphäre der Nutzer. Dazu gehört die Implementierung von transparenten und benutzerfreundlichen Einwilligungsmethoden, um die Vorgaben der Richtlinie einzuhalten.

 

Im Folgenden sind die wichtigsten Punkte aufgeführt, die Advertiser hinsichtlich der aktualisierten Richtlinie beachten müssen:

Priorisierung der Nutzereinwilligung

 

Machen Sie die Einholung einer gültigen Nutzereinwilligung für die Datenerfassung und Anzeigenpersonalisierung zu einem zentralen Element Ihrer Marketingstrategie in diesen Regionen.

 

Gemäß der Empfehlung von Google wurden seine zertifizierten CMP-Partner, wie die Usercentrics Web & App CMP und Cookiebot CMP, gründlich überprüft. Darüber hinaus erfüllen sie bestimmte technische Anforderungen, um den Advertisern das bestmögliche Erlebnis zu bieten.

Transparenz ist wichtig

 

Den Nutzern eindeutig mitzuteilen, wie ihre Daten erfasst, verwendet und weitergegeben werden, ist äußerst wichtig. Ebenso wichtig ist die Bereitstellung leicht zugänglicher Informationen und Optionen für Nutzer, damit sie ihre Einwilligungspräferenzen verwalten können.

Partner-Compliance

 

Wenn Sie für Ihre Tätigkeiten Plattformen Dritter nutzen, die in Google-Produkte integriert sind, ist es von großer Bedeutung, dass diese die Anforderungen im Zusammenhang mit der Nutzereinwilligung einhalten.

 

Durch Anpassung an die Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung können Advertiser zeigen, dass sie sich zur Achtung der Privatsphäre der Nutzer bekennen und Vertrauen zu Zielgruppen im EWR, im Vereinigten Königreich und in der Schweiz aufbauen wollen. Dies kann letztendlich zu einer stärkeren Verbindung von Marken und Zielgruppen, gesteigerter Nutzerinteraktion und erfolgreicheren Marketingkampagnen führen.

Bevor es losgeht: die Bedeutung von Datenschutzkonformität

Die Ausweitung der Google-Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung auf Nutzer in der Schweiz unterstreicht die stärkere Betonung von Datenschutz und Consent Management. Publisher und Advertiser müssen sich unter Einhaltung der aktualisierten Richtlinie proaktiv an diese Änderungen anpassen, um eine positive Beziehung zu Google aufrechtzuerhalten und die Privatsphäre der Nutzer zu wahren.

 

Zusammenfassung:

  • Implementierung einer von Google zertifizierten CMP wie die Usercentrics CMP, um Nutzereinwilligungen zu erfassen
  • Aktivierung des Transparency and Consent Frameworks (wenn Sie Publisher sind, d. h. Ihre Plattform monetarisieren)
  • Ziehen Sie die Implementierung von Google Consent Mode V2 in Betracht, um von weiteren Marketingvorteilen zu profitieren.

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Beachten Sie, dass einige Artikel nur in englischer Sprache zur Verfügung stehen.

Bereiten Sie sich noch vor der Juli-Frist auf die neuen CMP-Anforderungen von Google für die Schweiz vor

Die Implementierung der Usercentrics CMP ist der einfachste Weg, um Datenschutzkonformität zu erreichen

FAQs

Was hat es mit der Google-Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung auf sich?

Die Google-Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung befasst sich mit den Anforderungen an die Einholung einer gültigen Nutzereinwilligung, um Cookies und lokalen Speicher zu nutzen sowie personenbezogene Daten zur Anzeigenpersonalisierung erfassen, weitergeben und nutzen zu können. Sie legt den Schwerpunkt auf Transparenz, Nutzerkontrolle und Angabe der Partner, an die die Daten weitergegeben werden. Die Nichteinhaltung dieser Richtlinie kann dazu führen, dass die Nutzung von Google-Produkten eingeschränkt oder ausgesetzt wird oder dass der Vertrag gekündigt wird. Die Ausdehnung der Richtlinie auf Nutzer in der Schweiz unterstreicht die wachsende Bedeutung von Datenschutz und Consent Management.

Was ist das Transparency and Consent Framework (TCF)?

Das Transparency and Consent Framework (TCF) ist eine Zusammenstellung von Standards, die Unternehmen bei der Einhaltung der Datenschutzvorschriften unterstützen sollen, insbesondere in Bezug auf die Nutzereinwilligung zur Datenverarbeitung und für Online-Tracking.

Wie lauten die Google-Einwilligungsanforderungen für die Schweiz?

Die neuen Google-Vorgaben für Einwilligungen in der Schweiz umfassen die verpflichtende Nutzung einer von Google zertifizierten CMP und volle Unterstützung des Transparency and Consent Framework (TCF) für Publisher. Für Advertiser, die ihre Plattform nicht mit digitalen Anzeigen monetarisieren, liegt die einzige Anforderung bis jetzt darin, eine Einwilligung von Schweizer Nutzern einzuholen, sofern rechtlich erforderlich.

Was sind die Merkmale von Google-zertifizierten CMPs?

Google-zertifizierte CMPs unterstützen das Transparency and Consent Framework (TCF) sowie Google Consent Mode V2.

Ist die Aktivierung des Consent Mode für Schweizer Publisher verpflichtend?

Obwohl eine Aktivierung derzeit noch nicht erforderlich ist, ist sie standardmäßig in allen Consent Management-Lösungen von Usercentrics aktiviert. Dies schafft einen Vorteil, sollten die Vorschriften in der Schweiz zukünftig mit denen im restlichen Europa in Einklang gebracht werden.

Was sind die Vorteile der Implementierung des Consent Mode V2?

Die Implementierung des Google Consent Mode V2 unterstützt Ihre Website/App bei der Einhaltung der Vorgaben der Google-Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung, wenn Sie Datenverkehr oder Nutzer aus der EU/dem EWR und dem Vereinigten Königreich haben. Darüber hinaus profitieren Sie von weiteren Marketingvorteilen, wie dem Analytics-Tool und der Conversion-Modellierung. Außerdem kann der Verlust von Marketingdaten aufgrund abgelehnter Consent-Banner verhindert werden.

Was ist als Nächstes von Google für die Schweiz zu erwarten?

Es ist zu erwarten, dass Google in der Schweiz weiterhin Datenschutz und Consent Management priorisiert und möglicherweise weitere Updates oder Anforderungen einführt, um eine Anpassung an Datenschutzvorschriften und Best Practices zu ermöglichen. Ein mögliches Update könnte darin bestehen, Advertiser zu verpflichten, Consent Mode V2 zu implementieren.

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